Fachberatertag 2026 in Münster - Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e.V.)
Mövenpick Hotel Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 65
48149 Münster
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25.09.2026 11:00-17:45 Uhr
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Fallbeispiel
Dr. Manon Heindorf | Holger Busch | Prof. Dr. Jens SchmittmannAnhand eines praxisnahen Fallbeispiels einer GmbH in wirtschaftlicher Krise werden zentrale Fragestellungen aus dem Ertragsteuer-, Umsatzsteuer-, Insolvenz- und Strafrecht behandelt. Ausgangspunkt ist die Gründung der GmbH, deren Finanzierung über Gesellschaftereinlagen, Gesellschafterdarlehen und Bankkredite erfolgt, sowie die anschließende wirtschaftliche Schieflage (Durchlaufen mehrerer Krisenstadien) bis zur Insolvenzeröffnung. Im steuerlichen Fokus stehen der Verlust von Gesellschafterbeteiligungen und Darlehensforderungen (§ 17 Abs. 2a EStG) sowie Umsatzsteuerkorrekturen nach § 17 UStG. Insolvenzrechtlich werden der Eintritt der Insolvenzreife, die Massesicherungspflicht, typische Insolvenzanfechtungstatbestände sowie Sanierungsoptionen nach StaRUG und InsO beleuchtet. Ergänzend werden strafrechtliche Risiken, insbesondere die Insolvenzantragspflicht, Bankrottdelikte und haftungsrelevante Pflichtverletzungen der Geschäftsleitung, dargestellt.
26.09.2026 09:00-12:00 Uhr
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Eigenverwaltung, Insolvenzplan und StaRUG – aus gerichtlicher Sicht für die Beratungspraxis
Dr. Benjamin WebelDas Seminar bietet einen kompakten Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Sanierungs- und Insolvenzrechts, mit besonderem Fokus auf Eigenverwaltung, Insolvenzplan und StaRUG.
• Aktuelle Entwicklungen im Sanierungsrecht
o Überblick über Gesetzesänderungen (StaRUG, InsO-Reformen)
o Abgrenzung außergerichtlicher und gerichtlicher Sanierung
• Basiswissen StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz)
o Zielsetzung und Anwendungsbereich des StaRUG
o Voraussetzungen für den präventiven Restrukturierungsrahmen
o Stabilisierungsmaßnahmen und Gläubigerbeteiligung
o Chancen und Grenzen für die Sanierungsberatung
• Eigenverwaltung (§§ 270 ff. InsO)
o Voraussetzungen und Chancen der Eigenverwaltung
o Risiken und typische Fehlerquellen
o Rolle des Sachwalters
• Insolvenzplanverfahren
o Struktur und Aufbau eines Insolvenzplans
o Möglichkeiten der Entschuldung und Unternehmensfortführung
o Praktische Umsetzung und Fallbeispiele
• Schnittstellen zwischen Beratung und Praxis
o Rolle des Fachberaters bei Krisenmandaten
o Haftungsfragen und Best Practices
26.09.2026 13:00-15:45 Uhr
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Besonderheiten bei der Betriebsfortführung nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung und in der vorläufigen Eigenverwaltung
Sylvia WipperfürthThema
Besonderheiten bei der Betriebsfortführung nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung und in der vorläufigen Eigenverwaltung
Die Unternehmensfortführung im Insolvenzeröffnungsverfahren ist für die Zukunft des insolventen Mandanten weichenstellend. U. a. gilt es mit dem Ziel des Erhalts der Sanierungschancen, den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten und in diesem Zusammenhang auch Beziehungen zu Lieferanten und Dienstleistern zu stabilisieren, dies mit Verantwortlichkeiten nicht nur des Mandanten, sondern auch des vorläufigen Insolvenzverwalters bzw. - im Fall der vorläufigen Eigenverwaltung - des vorläufigen Sachwalters. Unvermeidbar ist in diesem Zusammenhang, dass Verbindlichkeiten begründet und Betriebskosten entrichtet werden. Das praktische Bedürfnis ist jedenfalls gegeben. Doch wie ist dies alles rechtlich einzuordnen? Wer darf unter welchen Voraussetzungen Verbindlichkeiten eingehen und Zahlungen leisten? In welcher Rolle befindet sich der Steuerberater des Mandanten? Bisweilen ist zu beobachten, dass gelebte Praxis und rechtliche Rahmenbedingungen nicht immer einhergehen – ein neuralgischer Punkt, auf den sich das Seminar konzentriert.
Themenschwerpunkte:
- Unternehmensfortführung im Eröffnungsverfahren - Definition und Anwendungsfälle
- Beispiele: Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung im Eröffnungsverfahren und insolvenzrechtliche Klassifizierung
- Kompetenzrahmen: Schuldner und vorläufiger Insolvenzverwalter
o Rechtsinhaberschaft
o Befugnis zur Begründung von Verbindlichkeiten
o Verfügungsbefugnis
o Auswirkungen auf das Hauptverfahren (Zahlung nach Insolvenzeröffnung)
o Starker vorläufiger Insolvenzverwalter
o Schwacher vorläufiger Insolvenzverwalter
o Kostenzusagen
o Einzelermächtigung
o Treuhandkontenmodell
o Haftungsgefahren
- Kompetenzrahmen: eigenverwaltender Schuldner und vorläufiger Sachwalter
o Rechtsinhaberschaft
o Befugnis zur Begründung von Verbindlichkeiten
o Verfügungsbefugnis
o Auswirkungen auf das Hauptverfahren (Zahlung nach Insolvenzeröffnung)
o Starker vorläufiger Insolvenzverwalter
o Schwacher vorläufiger Insolvenzverwalter
o Kostenzusagen
o Einzelermächtigung
o Treuhandkontenmodell
o Haftungsgefahren
- Bedeutung für die Schlussrechnungslegung
- Programmpunkt Preis
- Fallbeispiel 280,00 €
- Abendveranstaltung 69,00 €
- Eigenverwaltung, Insolvenzplan und StaRUG | Besonderheiten bei der Betriebsfortführung 280,00 €
Die Gebühren verstehen sich zzgl. der zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen USt.
Die Tagungsgebühren beinhalten Seminarunterlagen, die Ihnen in elektronischer Form als Download bereitgestellt werden, sowie eine Pauschale für Tagungsgetränke und Pausenversorgung.
Eine kostenfreie Stornierung der Teilnahme ist bis 1 Woche vor dem Seminar möglich. Bei einer späteren Stornierung wird eine Pauschale von 100 € / Tag erhoben.
Die vollumfängliche Teilnahme an dieser Fortbildung wird Ihnen mit 10 Zeitstunden im Sinne von § 5 der Fachberater-Richtlinien anerkannt.
Programmpunkte / Referent(en)
25.09.2026 11:00 - 18:00 Uhr
Fallbeispiel
25.09.2026 18:00 - 22:00 Uhr
Abendveranstaltung
26.09.2026 09:00 - 16:00 Uhr
Eigenverwaltung, Insolvenzplan und StaRUG | Besonderheiten bei der Betriebsfortführung
